DFB prangert FIFA-Chef an: Infantino unter Druck wegen Investoren-Affäre

Der Deutsche Fußball-Bund gesellt sich zu einer wachsenden Kritikerwelle gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino hinzu. Im Zentrum der Vorwürfe steht dessen Umgang mit einer Investorenkrise, bei der der Verbandschef massives Fehlverhalten vorgeworfen bekommt.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf fordert eine umfassende Aufarbeitung der sogenannten Investoren-Posse. Der deutsche Fußball-Dachverband lässt damit deutlich machen, dass er sich nicht zufrieden mit bisherigen Erklärungen gibt. Ein vollständiges Aufklärungsprozess ist für Neuendorf offenbar unerlässlich, um das Vertrauen in die FIFA-Führung wiederherzustellen.
Nicht nur in Deutschland wächst die Ungeduld. Auch andere europäische Nationalverbände reihen sich in die Kritik ein. Aus den Niederlanden werden die Vorwürfe noch deutlicher formuliert: Dort ist die Rede von einem Vertrauensbruch durch den FIFA-Chef. Parallel dazu äußert sich bereits die UEFA kritisch zu den Vorgängen.
Infantino steht damit unter erheblichem Druck von mehreren Seiten. Die Affäre könnte weitreichende Konsequenzen für die Reputation des Weltverbandes haben und dürfte auch auf kommenden Treffen der europäischen Funktionäre ein zentrales Diskussionsthema bleiben.
Quelle: www.spiegel.de